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Kunst auf Reisen

Regelmäßig werden Kunstwerke aus unserer Sammlung für Sonderausstellungen in den unterschiedlichsten Museen im In- und Ausland angefragt.
Und wenn wertvolle Kunstwerke reisen, dann bedeutet das einen großen organisatorischen und logistischen Aufwand, ähnlich wie bei Reisen hochrangiger Persönlichkeiten. Es gibt hohe Sicherheitsvorkehrungen, einen spezialisierten Transport – das Fahrzeug klimatisiert und besonders stoßgefedert, versteht sich – und natürlich Begleitpersonal, das alles überwacht.

Für unsere Leihgaben heißt das: ein hoch spezialisiertes Transportunternehmen baut eigens für die reisenden Werke Klimakisten. Das ist nicht etwa, wie man dem Namen entlehnen möchte, eine Kiste mit Klimaanlage, sondern ein Behältnis aus Holz oder Metall, das durch entsprechende Isolierung und luftdichte Verschlussmöglichkeit das einmal angenommene Raumklima über längere Zeit konstant hält. Die Kostbarkeiten machen sich also höchst sorgfältig und professionell verpackt auf den Weg. Dadurch kann man Schäden durch Klimaveränderungen und Erschütterungen vorbeugen.

Sobald die Kunstwerke am Zielort angekommen sind, reist der Restaurator unseres Museums an den Zielort nach. Er überwacht das Auspacken und die Präsentation in der neuen Umgebung. Ausserdem dokumentiert er anhand eines zuvor erstellten Zustandprotokolls eventuelle Veränderungen, die während des Transportes eingetreten sein könnten. Dies ist auch aus versicherungstechnischen Gründen zu dokumentieren.

Die Rückreise der Kunstwerke nach Beendigung der Sonderausstellung verläuft dann entsprechend in umgekehrter Reihenfolge.

Derzeit sind folgende Kunstwerke unserer Sammlung unterwegs:

Faßtransport und Kaufladenszene
Fundort: St. Maximin, Trier
Inv. Max 51

Das schon oft ausgeliehene Relief wird vom
25. November 2020 – 04. Juli  2021 im Museum
LUGDUNUM - Musée & Théâtres romains

in Lyon/Frankreich in der Sonderausstellung:
„Une salade, César? La cuisine romaine, de la taverne au banquet“
gezeigt.

.

 

Für die Ausstellung

Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht

im Mainzer Landesmuseum haben wir zwei kostbare, etwa 1000 Jahre alte Stolen ausgeliehen.
Die Ausstellung ist vorerst bis zum 18. April 2021 zu sehen.
Aufgrund der coronabedingten Schließung wird die Ausstellung jedoch verlängert.

 

Stola aus dem Grab des Trierer Erzbischofs Megingaud ? (1008-1015)
um 1000
Fundort: zentraler Sarkophag in der Trerer Liebfrauenkirche
L 242 cm, B 5,5 cm
Seide, Goldlahn und Seidenseele, Brettchenweberei
Inv. Nr. T 314

Neumagener Stola
Trier (?), Ende 10. - Anfang 11. Jahrhundert
verschiedenfarbige Seide in Brettchenarbeit
L 298 cm, B 5 cm
Dauerleihgabe der Kath. Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt in Neumagen-Drohn
Inv. Nr. T 250 dep.

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