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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteine

Jean Daligault

04.06.1899Geburt in Vauvelles (Caen)
1917Jean Daligault wird in die französische Armee eingezogen und in Syrien und im Libanon stationiert, nach seiner Entlassung nimmt er sein Theologiestudium im Priesterseminar in Bayeux wieder auf.
1920Reise nach Ägypten
29.06.1924Daligault empfängt die Priesterweihe und wird Vikar in Notre-Dame de Vire und kurze Zeit später in Trouville.
1930 - 1935Betreuung der Pfarrei Olendon bei Falaise
1934 - 1936Daligault unternimmt mehrere Reisen nach Deutschland (u. a. nach München, Nürnberg und Köln), wo er erschrocken die Zustimmung weiter Teile der deutschen Gesellschaft zum Nationalsozialismus realisiert.
1931 - 1939Reise mit seinem jüngeren Bruder René nach Kanada und Haiti, er reist zudem nach England, Spanien, Kuba und in die USA.
1939Einberufung in die Französischen Armee in Rouen
1940Jean Daligault wird nach der französischen Kapitulation Vikar in Villerville und Teil der Résistance im Umfeld des Engländers Ian Kenneth (Johnny) Hopper.
31.08.1941Verhaftung Daligaults in Villerville, er wird zuerst nach Rouen, dann nach Paris verlegt, von wo aus er nach Aufenthalt in mehreren Gefängnissen im Oktober 1942 als Nacht-und-Nebel Häftling in das SS-Sonderlager Hinzert deportiert wird.
März 1943Verlegung ins Wittlicher Gefängnis (zwei Monate Aufenthalt), dann ins Kölner Gefängnis (ebenfalls zwei Monate Aufenthalt) und schließlich erneut ins Wittlicher Gefängnis
September 1943Daligault wird ins Trierer Gefängnis in der Windstraße verlegt, hier ist er fast ein ganzes Jahr, bis August 1944, inhaftiert.
29.11.1943Verurteilung Daligaults durch den 2.Senat des Volksgerichthofes Trier
18.08.1944Transport nach München, im dortigen Gefängnis wird er bis April 1945 festgehalten.
05.04.1945Daligault wird nach Dachau deportiert, dort wird er im April desselben Jahres hingerichtet.
17.11.2011Verlegung eines „Stolpersteines“ durch den Künstler Gunter Demnig

(Text zusammengestellt von Jonathan Steuer)

Maurice Jay Gould

31.05.1924Geburt in Leicester
1926/1927Umzug zu seinem Großvater nach Jersey (Kanalinseln)
Juli 1940Deutsche Besetzung der Kanalinseln
1940Die Jugendlichen Peter Hassall, Maurice Gould und Dennis Audrain beginnen eine Flucht von der Insel zu planen.
03.05.1942Nach monatelanger Vorbereitung setzen die Jugendlichen ihren Fluchtplan in die Tat um, aufgrund widriger Wetterumstände kentert ihr Boot jedoch und Dennis Audrain ertrinkt. Peter Hassall und Maurice Audrain können sich ans Ufer retten, wo sie von Deutschen Soldaten verhaftet werden.
04.05.1942Inhaftierung der beiden Überlebenden im Gefängnis Gloucester Street in St. Helier, es folgt ein dreitägiges, von Misshandlungen begleitetes Verhör.
Mai 1942Verlegung der beiden in das Fresnes-Gefängnis in Paris, Folter und Verhöre im Hauptquartier der Gestapo in der Rue des Saussaies.
12.06.1942Überführung mit etwa 50 anderen Nacht-und-Nebel Häftlingen ins Trierer Gefängnis, von dort aus Zugfahrt nach Reinsfeld mit anschließendem Fußmarsch ins SS-Sonderlager Hinzert, hier wird Maurice Gould mehrmals gefoltert und schwer misshandelt.
24.07.1942Verlegung von Maurice Gould, Peter Hassall und etwa 100 weiteren Häftlingen im Alter von unter 20 Jahren ins Wittlicher Gefängnis, wo sie in einer Korbfabrik arbeiten müssen.
01.10.1943Maurice Gould stirbt durch Folter, Unterernährung und inhumane Arbeitsbedingungen geschwächt an Tuberkulose.
Januar 1997Überführung der sterblichen Überreste Maurice Jay Goulds auf den Kriegsfriedhof in St. Helier in Jersey.
08.09.2016Verlegung eines „Stolpersteines“ durch den Künstler Gunter Demnig

(Text zusammengestellt von Jonathan Steuer)

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