Theaterperformance nach „der Regen“ von Daniel Keene :HANNA oder der Spalt der Erinnerung

Ein verlassener Ort – die Zeit steht still
Ein Raum, angefüllt mit Erinnerungen und Vergessen
Es gibt kein Zurück
Hanna, eine alte Frau, erinnert sich an ihren Auftrag: Sie sollte Dinge aufbewahren, die Deportierte ihr auf dem Weg ins Lager übergaben. Es sind Gegenstände voller Erinnerungen an gelebte Leben – Relikte, die eine ungelebte Hoffnung bewahren, während ihre Besitzer längst vergessen sind. Mit der Zeit füllt sich ihr Haus mit dieser ungewöhnlichen Sammlung, bis kein Platz mehr bleibt. Schließlich bleibt ihr nichts anderes übrig, als nach draußen zu ziehen. In dieser Endzeitballade wird Hanna, nach einer langen Zeit des Schweigens, durch die Suche nach ihrer eigenen Identität und der damit verbundenen Schuld zu einer schonungslosen Selbstanalyse geführt. Fragen der Verantwortung und Mitschuld bedrängen sie.
Im Anschluss an die Performance ist das Publikum eingeladen, die aufkommenden Fragen gemeinsam zu reflektieren. Ein Historiker sorgt für eine fundierte wissenschaftliche Einordnung und stellt die Geschehnisse in ihren historischen Kontext.
Hanna - Melanie Noesen
Künstlerische Leitung - Martina Roth
Kostümbild - Ute Kuntzsch
Moderation - Tania Biel
Historische Einordnung - André MarqueH
Unterstützt und gefördert:
Fondation pour la mémoire de la Shoa, Comité Auschwitz, Oeuvre national und Deutsche Botschaft Luxemburg,
