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Sonderausstellungen

ab 27. März 2026

Grafisch bearbeiteter Ausschnitt eines historischen Abendmahl‑Motivs in Rotton, mit gedecktem Tisch im Vordergrund und drei Personen am Tisch. Darüber stehen Angaben zur Ausstellungseröffnung „Zu Tisch!“ im Museum am Dom am 27. März um 18:30 Uhr.

Ausstellungseröffnung: Zu Tisch! Das “Letzte Abendmahl” zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch

Die Sonderausstellung „Zu Tisch! Das (letzte) Abendmahl zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“ entfaltet das ikonische Motiv als eines der bekanntesten Bildthemen unserer westlichen Kulturgeschichte in all seiner faszinierenden Ambivalenz. Die Schau präsentiert die enorme Spannweite dieses Themas und schlägt eine Brücke von der sakralen Tiefe bis hin zur kuriosen Alltagsästhetik.

Die Reise führt von den theologischen Wurzeln im Sakrament und als Sinnbild für (christliche) Gemeinschaft über meisterhafte und tiefgehende Interpretationen der Hochkunst durch verschiedene Epochen und Kulturen bis hin zur spielerischen, teils bizarr wirkenden Aneignung in der Zeit der Jahrhundertwende bis zur modernen Popkultur. 

Die Besucher*innen sind eingeladen, den schmalen Grat zwischen ehrfürchtiger Verehrung und trivialer Massenware zu erkunden. Erleben Sie, wie das Abendmahl als zeitloses Symbol für Verrat, Hoffnung und Tischgemeinschaft bis heute fasziniert. Eine visuelle Entdeckungsreise für Groß und Klein, die beweist: Dieses Bild ist weit mehr als nur eine biblische Szene – es ist eine Ikone und ein Spiegel unserer Gesellschaft. 

seit dem 29. November 2024

Plakat zur Ausstellung

Menschenskinder - Geschlechterrollen im Spiegel der Kunst

Was ist typisch Frau und wann ist ein Mann ein Mann? Welche Bilder kommen Ihnen bei diesen Fragen in den Sinn? Kunstwerke thematisieren bereits seit Jahrhunderten die Vielfalt zwischen männlich und weiblich. Sie spiegeln gesellschaftliche Diskurse über Normen, Machtverhältnisse, Moral und Sexualität wider. Zum einen kann Kunst unsere Idealvorstellungen abbilden, zum anderen aber auch die vermeintlichen Grenzen erweitern, verwischen oder gar sprengen. Menschens-Kinder: das können Frauen sein, die sich in einer patriarchalen Welt behaupten, Männer, die gesellschaftliche Konventionen überwinden, Heilige, die zu queeren Ikonen werden.

In der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin lebt Jesus Offenheit und Toleranz vor. Obwohl er nach den Konventionen seiner Zeit die Frau aus Samarien nicht hätte ansprechen dürfen, ignoriert er alle gesellschaftlichen Schranken. Hier steht der Mensch im Vordergrund, nicht Lebensweise, Herkunft oder Geschlecht.

Lange haben religiöse und kirchliche Sichtweisen, aber auch politische und gesellschaftliche Widerstände dazu geführt, dass trans- und intergeschlechtliche Menschen Ausgrenzung, Leid bis hin zu offener Gewalt erlebt haben. Seit einigen Jahren ist von Seiten der Kirche eine Rückbesinnung auf die Haltung Jesu sowie eine Anerkennung heutiger humanwissenschaftlicher Erkenntnisse festzustellen.

Ausdruck findet diese Haltung beispielsweise im Beschluss des Synodalen Weges vom 10. März 2023: „Die Anerkennung der Vielfalt menschlicher Existenzweisen und Geschlechtsidentitäten gehört zu einem glaubwürdigen Bekenntnis zum Schutz dieser Würde und muss das oberste handlungsleitende Gebot für die Kirche auch im Umgang mit trans- und intergeschlechtlichen Menschen sein.“ (Handlungstext: Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, S. 13).

Einen Bericht und Fotos über die Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

 

Blicke in die Ausstellung Menschenskinder

6 Bilder